Die Griechenlandreise

Der organisatorische Hintergrund der Reise nach Griechenland basiert auf zwei Zielen, dem erwarteten Erholungswert einer Urlaubsreise und den Bildungsmöglichkeiten in dem Land der wohl ältesten Demokratie der Weltgeschichte. Jeder Reiseteilnehmer, ob groß oder klein, entwickelt nun eine individuelle Vorstellung vom Reiseaufbau und -ablauf. In der Erwartungshaltung stellt jeder seine persönliche Mischung an Kultur und Bildung einerseits und Erholung andererseits zusammen.
Diese Prämisse für jeden einzelnen möglichst optimal erfüllen zu können - dies stellt an Planung und Organisation die wohl höchsten Ansprüche. Eine Gruppenrundreise durch Griechenland zu planen ist einfach, aber eine Gruppenrundreise so zu planen und zu organisieren, das sie jedem Teilnehmer noch möglichst die Freiheiten eines individuellen Urlaubes einräumt, das ist in unserem Fall die eigentliche Kunst.
Den Spannungsbogen zwischen Sonne, Meer und Strand und den Besichtigungen von Meteora, Delphi und Olympia aufzubauen und flexibel zu gestalten ist unser primäres Ziel.

Erste Überlegungen

Dazu bedarf es bereits zu Beginn der Planungen einiger Grundüberlegungen. 19 Personen unterschiedlichen Alters und Reisevorstellungen über einen Zeitraum von drei Wochen in ihren persönlichen Erwartungen möglichst zufrieden zu stellen, dazu muss man sich im ersten Schritt von den gängigen Vorstellungen einer Gruppenreise trennen. In einer Gruppenreise, bekanntestes Beispiel die Pilgerreise, wird der generelle Reiseverlauf und der Tagesablauf im Besonderen von morgens bis abends fast im Minutentakt ge- und verplant. Es bleibt nur wenig Freiraum für persönliche Entfaltung.
Dies ist wohl jedem Reisenden, der sich für eine Reise in dieser Form entscheidet, bekannt.

Die Grobplanung

In unserem Fall legen wir Wert auf eine im Wesentlichen fixierte Reiseroute, mit vorhandenen, aber zu Beginn der Reise geringen Varianzmöglichkeiten bezüglich des Zeitpunktes und Ortes der Reiseroute. Aber mit zunehmender Dauer der Reise werden die Ziele, sowie die Verweildauer an den gewählten Zielen immer variabler. Man könnte sagen, der Start der Reise ist gut fixiert, das Ende letztendlich relativ offen. Somit wurde in der Grobplanung terminlich sowie räumlich die Varianz integriert, die gefordert ist, um besonders im letzten Drittel der Reisezeit sehr flexibel den Mix zwischen Kultur und Baden vor Ort je nach Bedarf einstellen zu können.

Als weiterer grundlegender Faktor ist der Ablauf des Reisetages, also der Tage, die zum Ortswechsel dienen, besonders in einem Punkt absolut festgeschrieben:
An den Reisetagen gibt nur drei Elemente: Abbauen – Fahren – Aufbauen. Es findet an diesem Tagen kein Programm statt. Lediglich das Besichtigen der Landschaft während der Fahrt und das abendliche Baden sei erlaubt. ;-)

Die Feinplanung

In der Feinplanung der einzelnen Stationen, die bei der Zusammenstellung der Reiseroute zur Auswahl standen, wurde ebenfalls die Flexibilität in den Vorgrund gerückt. Jeder effektive Urlaubstag, also die Tage, die nicht zum Ortswechsel dienen, kann immer unterschiedlich gestaltet werden. Kulturelle Besuche im antiken Griechenland oder profanes Bade- und Sonnenvergnügen am Meer oder Pool, und was sich noch bietet, jeder kann, wie und wann er möchte den persönlichen Urlaubstag frei zusammenstellen. Ob man die griechische Sonne morgens früh oder eher spät begrüßt, mit Familie oder eher mal allein unterwegs sein möchte, dann ein ausgedehntes Essen sich erwählt oder doch lieber den kleinen Imbiss bevorzugt, abends etwas länger oder vielleicht noch länger feiert, alles ist möglich. An jedem Urlaubstag.
Niemand muss, jeder kann. So können sich entsprechend den persönlichen Interessen auch mal die Familien intern trennen und unterschiedlichen Wünschen nachgehen. Durch die Gruppendynamik können sich die Eltern auch gegenseitig in der Funktion Aufsicht und Animation entlasten, vielleicht zwischendurch auch ein erholender Faktor. Unser Ziel ist ganz klar, die Vorteile der Gruppenreise mit den Vorteilen der Individualreise möglichst optimal zu verbinden. Dazu sind die Nachteile beider Reisearten genau zu prüfen und eben organisatorisch soweit möglich zu minimieren bzw. ganz auszuschalten.
Bei genauer Betrachtung unserer Aufbau- und Ablauforganisation dieser Reise wird man erkennen, das sich im Grenzfall eine höchst interessante Konstellation ergeben kann. Eigentlich gibt es keinen einzigen Urlaubstag, an dem die gesamte Gruppe vollzählig zwingend das gleiche Erlebnis haben muss. Nur die Ortswechsel werden gemeinsam vorgenommen. Somit kann faktisch jeder Teilnehmer der Gruppenreise seinen persönlichen Eindruck dieser drei Wochen Urlaub gewinnen und wohl auch berichten.
Individualität trotz und gerade wegen der Gruppe – für jeden ein Maximum an Urlaubsfeeling.

Der Küchenwagen

Der Küchenwagen, das räumliche Zentrum der Reisegruppe.
Der Küchenwagen erfüllt selbstverständlich die primären Küchenfunktionen, wie der Name schon aussagt. Kühlschrank, die üblichen Utensilien zum Essen und Kochen, drei Gaskocher, ein Gasgrill, Wassertank, Kaffeemaschine, die bekannten Bierzeltgarnituren, die bequemere Campingbestuhlung, komplette Elektroinstallation bis hin zur autarken Beleuchtung der Arbeitsflächen und des stets griffbereiten Feuerlöschers, alles ist vorhanden. Viele der bauarterforderlichen Komponenten des Küchenwagens sind unter dem Blickwinkel der Mehrfachnutzung gestaltet. Einfaches Beispiel, das Seitenteil und das Heckteil erfüllen auch Arbeitsflächenfunktion, damit konnte man sich die Mitnahme einer Bierzeltgarnitur sparen. Somit können die täglichen Bedürfnisse an Verpflegung der Gruppe problemlos bewältigt werden. Was natürlich das Kennenlernen der regionalen Küche in der Taverne nicht automatisch ausschließt.

Die Reiseroute

Welden-Venedig (1 Tag Anreise - 1 Tag Venedig) Venedig-Igoumenitsa (1 Tag Fähre)
Die Fährverbindung der Minoan-Line Venedig-Igoumenitsa bietet für unsere Reise mehrere Vorteile. Der Abfahrtstermin der Fähre ermöglicht noch einen ausgiebigen Tagesbesuch der Lagunenstadt, von der Fähre selbst ist beim Ablegen ein beeindruckender Blick auf den Markusplatz und die angrenzenden Sehenswürdigkeiten möglich. Die kurze Anfahrt auf Venedig im Vergleich zur Alternative Ancona , die entsprechend längere Verweildauer von insgesamt 22 Stunden auf der Fähre mit Pool (Rückfahrt 30 Stunden) und letztendlich der finanzielle Bonus, der auf diversen Campingplätzen in Griechenland durch die Vorlage des Minoan-Tickets gewährt wird.

Igoumentitsa-Kalambaka (1 Tag Anreise - 1 Tag Meteora-Klöster)
Der eigentlich erste Punkt unserer Griechenlandreise. Besichtigung eines der Meteora-Klöster und das Wirkenlassen der neuen Landschaft, der anderen Luft, des anderen Lichtes. Alternativ oder ergänzend, das Badevergnügen im Pool, auf alle Fälle am Abend ein Thema.

Kalambaka – Delphi (1 Tag Anreise – 1 Tag Delphi)
Ein langer Reisetage quer durch Mittelgriechenland, wir lassen uns Zeit und nehmen die griechische Landschaft auch wahr. Heute sind wir sicher nicht „auf der Flucht“. Am nächsten Tag Delphi oder eben Sonne, Meer, Strand. Vielleicht auch Delphi und noch Sonne, Meer und Strand – man wird sehen.

Delphi – Korinth (1 Tag Anreise – 4 Tage Korinth)
In der Nähe von Korinth, das erste Basislager wird erreicht. Nach drei langen Reisetagen mit nur kurzen Erholungsphasen haben wir uns für einen Stopp mit Basislagerfunktionalität entschieden. Besuch der Akropolis von Athen und/oder Fahrt mit der Zahnradbahn Diakopto-Kalavrita und/oder kleine Rundreise mit dem Besuch von Mykene und Epidauros und/oder Baden, Baden, Baden. Jeder, wie er möchte.

Korinth – Pylos (1 Tag Anreise – 6 Tage Pylos)
Ein Reisetag quer über den Peleponnes, von der Ostküste zur Westküste. Das zweite Basislager zwischen Pirgos und Pylos wird eingerichtet. Neben dem feinen Sandstrand des Campingplatzes lockt die Ochsenbauchbucht und die Bucht von Navarino. Auch ein Ausflug zum heiligen Olympia ist möglich, so man eben sich dafür entscheidet. Sogar der Blick in die berühmte Tropfsteinhöhle Pirgos Dirou, räumlich doch etwas entfernt, könnte bei ausreichender Motivation durch die absoluten Griechenlandfans in der Gruppe eingenständig realisiert werden.
Oder eben Sonne, Meer und Strand. Egal in welcher Ausprägung, auch die Gestaltung der letzten Urlaubstage ist wie immer individuell.

Pylos – Patras – Venedig – Welden (1 Tag Anreise – 1 Tag Fähre – 1 Tage Rückfahrt)
Nun geht’s unweigerlich nach Hause. Fahrt von Pylos nach Patras, gegen 24.00 Uhr legt die Fähre ab und nach ca. 30 Stunden erreichen wir wieder Venedig. Der letzte Reisetag Venedig – Welden.

Nach drei Wochen und ca. 2300 Auto-Kilometer sollten wir, um einige Erfahrungen reicher, wieder die Heimat erreichen.

Vorab noch Organisationsbilder .....

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